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Straight Bananas

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Obst und Gemüse werden oft in Verhütungskampagnen verwendet. Der Salsa-Star Rubén Blades war vielleicht der erste Mensch – so genau wissen wir das nicht -, der eine Banane zur Hand nahm, um zu zeigen, wie man ein Kondom überzieht. Zumindest wissen wir, dass Blades in den ersten AIDS-Verhütungsvideos aus den späten 1980er Jahren auftrat. Ruben Blades AIDSIm Jahr 1987 strahlte die amerikanische Senderkette PBS unter dem Titel AIDS: Changing the Rules den Aufklärungsfilm aus. Wenige Tage später erhielt der Präsident von PBS folgenden Brief, unterzeichnet vom Presidenten der International Banana Association:

„Dear Mr. Christiansen,

In this program, a banana is used as a substitute for a human penis in a demonstration of how condoms should be used. I must tell you, Mr. Christiansen, as I have told representative of WETA, that our industry finds such usage of our product to be totally unacceptable. The choice of a banana rather than some other inanimate prop constitutes arbitrary and reckless disregard for the unsavory association that will be drawn by the public and the damage to our industry that will result therefrom.

The banana is an important product and deserves to be treated with respect and consideration. It is the most extensively consumed fruit in the United States, being purchased by over 98 percent of households. It is important to the economies of many developing Latin American nations. The banana’s continued image in the minds of consumers as a healthful and nutritious product is critically important to the industry’s continued ability to be held in such high regard by the public and to discharge its responsibilities to its Latin American hosts. […]

Yours very truly,

Robert M. Moore

(Quelle: Douglas Crimp: How to Have Promiscuity in an Epidemic. In: October 43. AIDS: Cultural Analysis/Cultural Activism (1987), S. 237-271, hier S. 255f.)

Hitler Lookalikes

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Acknowledgements

“Various friends during my life were a source of insight and good time on The Trail: George, the Roach-Man, the Vickster, Q-Ball, Nina and Johnny-B, Z-Man, and Charlie the Jackpine Savage.”

(Aus: Don Scheese, Nature Writing. The Pastoral Impulse in America. New York/London: Routledge 2002, S. xiii)

Light Up Gold

„Light up gold was the colour of something I / Was looking for“, singt die Brooklyner Band Parquet Courts auf ihrem ersten Album. Das kam Ende letzten Jahres heraus. „Light Up Gold“ gefiel uns schon deshalb, weil der Sound roh, die Gitarren laut und die Texte gut waren. „to light up“ heißt im Englischen anzünden. Die Band sang (zumindest drei der vier Musiker singen abwechselnd) also vermutlich über die goldene Farbe mit der eine Flamme zum Beispiel eine Zigarette entzündet. Viel länger als eine Zigarettenlänge waren die meisten Lieder nicht, auch wenn sie sie live mitunter auf die Länge eines Joints, der manchmal auszugehen droht und dann wieder entzündet wird, dehnten.

Wir mochten auch, dass Parquet Courts für ihre neue EP „Tally All the Things That You Broke“, die gerade erschienen ist, warben, indem sie Mixtapes, an die Redaktionen von Musikzeitschriften und Veranstaltungsmagazinen verschickten. Diese Kassetten sahen aus wie die Tapes, die wir früher für einander anfertigten und die auf langen Autofahrten gelegentlich von Kassettendecks gefressen wurden.

Parquet Courts KassetteDazu passte, dass die Band weder bei facebook noch twitter vertreten war. Inzwischen gibt es jeweils einen Account, doch der, sagen sie, werde nicht von ihnen betrieben. In einem Gespräch erklärt Sänger und Gitarrist Andrew Savage warum:

„I feel like the role of social networks in music and art is to kind of deliver something to people, and what I would rather happen is not to wait for things to be delivered but to seek it out. That was my method of getting into DIY punk culture. It was never given to me. I never would have found it if I hadn’t gone out looking for it myself. So, in a sense, I feel like it’s important to reward people’s curiosity, which is one of the reasons why we send out mix tapes.“ >>> hier geht’s zum gesamten Gespräch

Wer übrigens unseren Beitrag über Hometaping noch nicht gelesen hat, kann das hier nachholen: elephant über Hometaping

brennendes-Geld

Vier Freunde gründen eine Zeitschrift, denken sich einen Namen aus, sammeln Ideen für mögliche Artikel und schießen Fotos. – So beginnt die Geschichte vieler Magazine. Die Freunde fragen andere Freunde und Freunde von Freunden, ob sie ihre Erzählungen und Essays in ihrem Magazin veröffentlichen wollen. Sie sammeln die Texte, entwerfen ein Inhaltsverzeichnis und dann kommt irgendetwas dazwischen: ein Streit oder Geldmangel oder die Freunde finden Jobs und haben keine Zeit mehr für die Zeitschrift, die letztlich nicht erscheint. Die Texte verschwinden in der virtuellen Schublade unserer Festplatten, was bleibt ist die Erinnerung an den Plan, gemeinsam ein Magazin auf die Beine zu stellen.

Obwohl das das Schicksal vieler Zeitschriften ist, erfahren wir eigentlich nie davon, weil es niemanden gibt, der darüber schreibt. Das ist schade, denn hinter den Namen dieser Zeitschriften, die nicht erschienen sind, stecken viele Geschichten. QUEMADA {die Verbrannte} ist ein neuer Blog, der davon berichtet wie vier Freunde eine solche Zeitschrift gründen. Darüber zu lesen, wie sie an dem Magazin, das es nie geben wird, arbeiten, fühlt sich fast so an, wie das Magazin selbst zu lesen – ein bisschen wie bei einer Utopie: Es ist ein Ort, den es nicht gibt, und der dennoch unsere Fantasie beflügeln kann. Hier lest ihr mehr:

>>> http://quemadamag.de

Zaras Nazis

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Jüngers Farben

„Vorm Einschlafen dachte ich lange über die blaue Farbe nach, die ich gestern in der Schale erblickt hatte. Ich wollte ihr einen Namen geben (…)“ Aus: Ernst Jünger, Gärten und Straßen. In: Strahlungen Bd. 1, S. 43.

Seidengrün
Leuchtendgelb
Goldschwürig
Metallgrün
Graugrün
Sammetbraun
Filzig weiß
Rotbraun
Aschblau

[1] Thomas Rowley, dichtender Mönch des Spätmittelalters, dessen im 15. Jahrhundert entstandenes Werk besonders von Autoren der englischen und deutschen Romantik bewundert worden ist, u.a. von Thomas Chatterton.

[2] Diogenes Teufelsdröckhs, deutscher Philosoph aus dem Umfeld Hegels, dessen Leben und Werk, insbesondere seine Abhandlung über Kleidung, von Thomas Carlyle in Sartor Resartus (1836) vorgestellt und diskutiert werden.

[3] Paul Poissel, französischer Schriftsteller des Fin de Siècle, dessen Werk im anglophonen Sprachraum durch den amerikanischen Schriftsteller und Übersetzer, Paul LaFarge, Verbreitung gefunden hat. Insbesondere seine unter dem Titel The Facts of Winter 2005 in den USA publizierte Sammlung von Träumen verdient eine Wiederentdeckung, eine Übersetzung ins Deutsche ist geplant.

[4] Herbert Quain, britischer Autor und Verfasser von neun Romanen, die jeweils in drei Kapitel gegliedert sind. Die sich labyrinthisch verzweigenden Handlungsstränge ähneln den Um- und Abwegen, die ein Leser auf dem Pfad durch die Erzählungen Jorge Luis Borges zu nehmen hat, der nebenbei bemerkt zudem einen Essay über Herbert Quain verfasst hat.

[5] Hawthorne Abendsen, amerikanischer Schriftsteller dessen Hauptwerk The Grasshopper Lies Heavy von zahlreichen Figuren in Philip K. Dicks kontrafaktischem Roman The Man in the High Castle (1962) gelesen wird.

[6] Grady Tripp, amerikanischer Gegenwartsautor und Professor für Creative Writing, der unter anderem James Leer, den Verfasser des Romans The Love Parade, unterrichtete. Tripp ist besonders als Autor des Opus Magnum The Land Downstairs literarisch in Erscheinung getreten, wofür er mit dem renommierten PEN/Faulkner-Preis ausgezeichnet wurde. Wiederentdeckt wurde Grady Tripp nicht zuletzt durch Michael Chabons Roman Wonder Boys (1995), in dem er die Hauptrolle spielt.

[7] Cesárea Tinajero, mexikanische Dichterin, die als Begründerin der im späten 20. Jahrhundert in Lateinamerika einflussreichen Literaturströmung des “Real visceralismo” gilt. Durch Roberto Bolaños Roman Los detectives salvajes (1998) ist Tinajero auch in Europa zu Bekanntheit gelangt. Ihr Verschwinden löst im Roman eine odysseische Suchbewegung aus und wird zum eigentlichen Handlungsmovens.

[8] Hans Lach, deutscher Gegenwartsautor, der, nachdem sein Roman Mädchen ohne Zehennägel in einer Literatursendung im Fernsehen verrissen worden ist, des Mordes an einem Kritiker bezichtigt wird. Die Verwicklung Lachs in einen Medienskandal ist Thema von Martin Walsers Skandal-Roman Tod eines Kritikers (2002).

[9] Benno von Archimboldi, 1920 unter dem Namen Hans Reiter in Deutschland geborenerAutor, der in Roberto Bolaños 2666 (2004)eine zentrale Position einnimmt.

Manuel Alvar, fue un filólogo, dialectólogo y catedrático español.

Fue padre del también catedrático y lexicógrafo Manuel Alvar Ezquerra (n. 1950), del catedrático de filología románica Carlos Alvar (n. 1951), del investigador y doctor en medicina tropical Jorge Alvar Ezquerra (n. 1952), del catedrático de filología latina Antonio Alvar Ezquerra (n. 1954), del catedrático e historiador experto en Historia Antigua Jaime Alvar Ezquerra (n. 1955) y del profesor universitario y especialista en la España del Siglo de Oro Alfredo Alvar Ezquerra (n. 1960).

Kreisleriana

In Wien, doa hat’s den Wurstlprater,

in Mainz, doa steht an Wurstlbrater.

In Mainz am Rhein,

doa moag i net sein!

(Georg Kreisler zugeschrieben)